Monthly Archives: May 2012

Pfadfinder am Bodensee Teil 1: Zeppelinmuseum in Friedrichshafen

In den Osterferien machten sich über 40 Gruppenführer der Stämme Cherusker und Wapiti nach Friedrichshafen am Bodensee auf.

Mit vollem Gepäck am Bodensee entlang

Mit vollem Gepäck am Bodensee entlang

Die geplante Wanderroute begann in Friedrichshafen und führte über Meersburg bis Unteruhldingen und zur Basilika von Birnau. Auf dieser Wanderung, genannt Hajk, hatten die Pfadfinder alles Essen und Gepäck in ihren Rucksäcken dabei, das nötige Wasser mußten sie unterwegs aus Brunnen oder Quellen holen.

Am ersten Tag besuchten sie zunächst in Friedrichshafen das Zeppelinmuseum, das sehr anschaulich die Geschichte der Zeppeline in Deutschland beschrieb und mit einem naturgetreuen Modell die unglaubliche Größe der Luftschiffe erahnen ließ. Denn er Nachbau eines Teils der Passagier-Gondel, der sehr groß anmutete, war bloß ein winziger Teil des Großen Zeppelins.

 

Motor-Gondel im Zeppelin-Museum

Motor-Gondel im Zeppelin-Museum

Die Pfadfinder waren froh über die Hilfsbereitschaft des Personals, das sogleich zwei kleine Nebenräume aufschloß, in denen sie während des Museumsbesuchs ihr Gepäck lagern konnten.

 

Am Nachmittag lief die Gruppe zu ihrem ersten Übernachtungsplatz im Wald. Als sie auf dem Weg durch das kleine Dorf „Hagnau“ an einem Brunnen ihre Flaschen auffüllen wollten, kam eine junge Frau aus dem benachbarten Haus und bot sogleich an, die Flaschen an ihrem Wasserhahn aufzufüllen. Dies überzeugte die Pfadfinder erneut von der Freundlichkeit der Menschen dieser Region.

Am Nachtplatz angekommen kochten sie ihr Abendessen über dem offenem Feuer und bauten sich ihre Zelte für die Nacht.

Kochen über dem Lagerfeuer

Kochen über dem Lagerfeuer

 

Zum Bericht vom zweiten Tag unseres Haiks (bitte hier klicken)
 
Über diesen Haik gibt es auch eine Presseveröffentlichung in der Bodenseewoche.

Speere selbst basteln

Am vergangenen Wochenende trafen sich die Meuten Polarfuchs aus Ettlingen und die Sioniwölfe, um Speere zu basteln. Bereits in der Gruppenstunde zuvor hatten sie als „Gallier“ Eisenerz im Rennofen zu Roheisen verarbeitet und dann zum Schmied gebracht. Dieser hatte Speerspitzen daraus geschmiedet, die sich die Kinder abholten.

Die Speerspitzen (aus Holz) mußten noch geschliffen werden, damit sie scharf wurden. Sorgfältig bearbeiteten die Wölflinge die Schräge mit der Feile und glätteten zum Schluß alle Flächen mit Schleifpapier. Der Schaft bestand aus einem langen Stab, dessen Ende einen Schlitz besaß. In diesen leimten die Kinder die fertige, dunkelgrau angemalte Spitze und umwanden sie fest mit Schnur. Und schon war der Speer fertig!

Auf ging es jetzt in den Wald zur Jagd! So leise wie möglich, die Speere in der Hand, folgten die Kinder den Tierspuren. Durchs Dickicht schlichen sie bis zur Lichtung, und da sahen sie sie: zwei Wildschweine. Die Jäger pirschten sich bis auf Schußweite heran, dann flogen die ersten Speere.

Das gezielte Werfen mit den Speeren erwies sich zunächst als schwierig, doch unter der Anleitung der Großen hatten auch die Kleinsten bald die richtige Technik heraus, und so traf jeder mindestens einmal die laubgefüllten Säcke, die die Wildschweine darstellten. Stolz zogen die Wölflinge mit ihrer Beute heimwärts und freuten sich schon auf die Wildschwein-Würstchen zum Abendessen.

Ausflüge der Wölflinge

Besuch im Walderlebnispfad Spessart

Die Kinder der Meute Polarfuchs aus Ettlingen trafen sich in den Ferien, um den Walderlebnispfad in Spessart zu erkunden. Sie folgten dem Weg, der mit Holz-Wildschweinen beschildert war durch zwölf Stationen. Um den Rundweg von 2,5km gut zu meistern, suchten sich viele der Wölflinge einen Wanderstecken. Und so ging es von einer Station zur nächsten. In zwei Gruppen wurde der schnellste Weg zur Mitte des Waldlabyrinths gesucht und  dort gemeinsam eine Süßigkeitenrunde eingelegt. Nach der Baumwippe und einer „Erdwand“, auf der man die unterschiedlichen Erdschichten erkennen konnte, gingen die Mädchen und Jungen weiter.

 

Leider konnten die Wölflinge den Barfußpfad aufgrund des schlechten Wetters nicht ausprobieren. Umso mehr begeisterte dann die nächste Station „Jägersitz“: Hier waren um die Aussichtplattform herum elf Holztiere im Wald versteckt. Jedes Kind versuchte, Hase, Waldkautz, Reh, Dachs und die anderen Tiere zu entdecken. Manche waren gar gut getarnt oder weit entfernt. Welcher Wölfling hatte hier die schärfsten Augen?

 

Weiter ging es mit Blick ins Albtal („Nein, das ist nicht die Autobahn, nur die Bundesstraße!“) zum “Xylophon” aus unterschiedlich langen Rundhölzern. Hier spielten einige Wölflinge „Alle meine Entchen“, andere sammelten Bucheckern zu essen. Durch den Urwald (mehrere umgestürzte Bäume) kamen die Mädchen und Jungen noch zur Weitsprunggrube: Links der Grube waren Markierungen, welches Tier wie weit springen kann. Einige schafften es so weit wie das Wiesel oder noch weiter. Laut den Schildern kommen am weitesten der Hirsch und der Mensch (aber beim Mensch ist der Weltrekort angegeben, das hatte dann doch keiner ganz geschafft). Am Ende des Ausfluges nahm jeder Wölflinge seinen Wanderstecken als Erinnerung und fürs nächste Mal mit nach Hause.

 

Tiergehege Muggensturm

Die Meute Sioniwölfe aus Ettlingenweier verbrachten einen Nachmittag im Tiergehege Muggensturm. Hier gibt es vor allem Afrikanische Zwergziegen, Schafe und andere Kleintiere zu sehen. Manche Tiere konnten die Kinder sogar streicheln. Anschließend erkundeten die Mädchen und Jungen den dazugehörigen Spielplatz, bis es wieder nach Hause ging.