Walldürn

Kröten sammeln 2014 am Rippberger Sommerberg

Bereits im Februar hatten die Walldürner Pfadfinderinnen und Pfadfinder vom Stamm Wildenburg der örtlichen NABU-Gruppe geholfen, in Rippberg die Krötenzäune am Sommerberg aufzubauen.
Aufgrund des trocken-kalten Wetters hatten sich wochenlang aber fast keine Kröten auf die Wanderung gemacht. Mitte März allerding kam der Anruf, dass die Krötenwanderung 2014 eingesetzt hat. Die Wildenburger hatten – wie in den Jahren zuvor – zwei Abende in der Woche übernommen, an denen die Krötenzäune abgelaufen, die Amphibien  eingesammelt und an den Rippberger Hammersee gebracht werden.
So machten sich am Freitag die Pfadfinder der Sippe Leopard aus Walldürn nach der Gruppenstunde auf den Weg nach Rippberg. Bereits bei der Anfahrt waren schon einige Kröten im Zaun zu sehen…

Da ist schon die erste Kröte!

Da ist schon die erste Kröte!

Nach kurzer Einweisung und Verteilung von Warnwesten, Lampen, Handschuhen und Sammeleimern machten sich die Pfadfinder in Gruppen auf den Weg, um die Zäune abzugehen. „Ui, da ist schon eine!“ „Und was für eine Große…“  „Da sitzt ein Pärchen!“
Schnell waren die ersten Tiere im Schein der Taschenlampen entdeckt.
So manchen kostete es etwas Überwindung, die feuchten und glitschigen Amphibien anzufassen. Schließlich wollte ja keiner den Tieren weh tun. Aber schließlich wurde dann doch jede Kröte mit einem herzhaften Griff gepackt und in den Sammeleimer verfrachtet. Oftmals waren die Kröten im „Doppelpack“ unterwegs – da hatte sich dann schon ein Männchen an ein Weibchen geklammert und ließ sich bequem tragen…

Hier wird beherzt zugegriffen...

Hier wird beherzt zugegriffen…

 

Nach und nach wurden die Sammeleimer immer voller und es tönte mal leises, mal lautes Gequake aus den Behältern.

Die Sammeleimer füllen sich...

Die Sammeleimer füllen sich…

Anschließend, als alle Zäune „abgeklappert“ waren, zählten die Pfadfinder die gesammelten Kröten. An diesem Abend waren es knapp über 100 Tiere, die dann noch zum Hammersee, ihrem Laichgewässer, gebracht wurden. Im Schein der Taschenlampen entließen die Pfadfinder die Amphibien wieder in die Freiheit.

Da waren ein ganze Menge Kröten unterwegs...

Da waren ein ganze Menge Kröten unterwegs…

Auch in den nächsten Wochen werden die Pfadfinderinnen und Pfadfinder nach der Abenddämmerung unterwegs sein, um die Kröten auf ihrer Wanderung sicher über die Straßen zu bringen und so einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und zur Erhaltung der heimischen Tierwelt zu leisten.

Wieder in Freiheit am Rand des Laichgewässers...

Wieder in Freiheit am Rand des Laichgewässers…

 

Schaulager zum Jubiläum 50 Jahre Stamm Wildenburg am 15.09.2013 in Walldürn

Am ersten Wochenende nach den diesjährigen Sommerferien war es so weit: Das Schaulager zum 50-jährigen Bestehen des Stammes Wildenburg sollte stattfinden.
Wochenlang hatten die Wildenburger fleißig alle Vorbereitungen getroffen, den Zeltaufbau geplant und die Versorgung der Gäste organisiert, Helfer mobilisiert…
Das einzige, was die Pfadfinder nicht organisieren konnten, war das Wetter. Trotz aller Bestellungen fiel der „Himmlische Beistand“ ziemlich naßkalt aus, was an der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat. Bereits am Samstag hatten sich die Pfadfinder getroffen, um Zelte, einen Fahnenmast und auch ein Lagertor aufzubauen. Auch eine Feuerstelle, Lagereinrichtungen und einige Spielstationen durften nicht fehlen…

Aufbau des Lagertores

Aufbau des Lagertores

Die für Pfadfinder typische "Kohte"

Die für Pfadfinder typische “Kohte”

Viele fleißige Helfer beim Vesper

Viele fleißige Helfer beim Vesper

Für den Sonntag hatten die Wildenburger zum offiziellen Empfang geladen. Für die Stadt Buchen war der 1. Beigeordnete Dr. Hauk gekommen, für die Stadt Walldürn Bürgermeister Günther sowie einige Gemeinderäte aus Buchen und Walldürn und weitere geladene Gäste.  Auch viele Eltern der Pfadfinder und Wölflinge waren selbstverständlich dabei.
Nach der Begrüßung durch Stammführerin Regina Gramlich gab diese einen Überblick über die Geschichte der Pfadfinderei in Deutschland im Allgemeinen und über die Geschichte des Stammes Wildenburg im Besonderen. Thomas Frey als zweiter Vorsitzender des Pfadfinderbundes Süd überbrachte die Grüße des Dachverbandes und ging in seiner Ansprache insbesondere auf den präventiven Aspekt der pfadfinderischen Jugendarbeit des PBS ein.
Auch Bürgermeister Günther hob in seinem Grußwort die Bedeutung der Vermittlung von Werten wie Naturverbundenheit, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe im Sinne des Gründers der Pfadfinderbewegung, Lord Baden-Powell hervor, bevor er Stammesführerin Regina Gramlich ein Geschenk der Stadt Walldürn überreichte.

Grußworte von Herrn Bürgermeister Günther

Grußworte von Herrn Bürgermeister Günther

Der Beigeordnete Dr. Hauck aus Buchen überbrachte Grüße und Glückwünsche der Stadt Buchen und übergab ebenfalls  ein Jubiläumsgeschenk.
Andreas Hammer, zukünftiger „Nachbar“ der Walldürner Pfadfinder in seiner Eigenschaft als Heimleiter des neuen Wohn- und Pflegeheimes der Johannes-Diakonie ergriff spontan das Wort und freute sich auf gegenseitige Bereicherung und viele gemeinsame Aktionen mit den Pfadfindern.
Michael Schmitt vom befreundeten Stamm Goten aus Eberbach überbrachte ein Geschenk der dortigen Stammesältesten und wünschte dem Stamm Wildenburg alles Gute.
Ein Blumenpräsent von den Pfadfindern und Wölflingen an Stammesführerin Regina Gramlich war eine unerwartete und freudige Überraschung.
Anschließend beim Sektempfang und einem Rundgang durch das Pfadfinderheim und das Schaulager gab es noch viel Möglichkeit zur Information und zum Gedankenaustausch für Gäste und Pfadfinder. Und alle hatten die Gelegenheit, einen Lagerplatz „mit allen Sinnen“ zu erleben…

Blick ins Schaulager

Blick ins Schaulager

Übersicht über durchgeführte Bastelarbeiten

Übersicht über durchgeführte Bastelarbeiten

Zum Abschluß des Jubiläumstages gab es dann noch eine Singerunde am Lagerfeuer, zu dem auch Eltern und Gäste gerne willkommen und eingeladen waren. Hier hatte der „Wettergott“ dann wenigstens ein Einsehen und schloß die himmlischen Schleusen, so dass dieser besondere Tag für den Stamm Wildenburg einen schönen Ausklang fand.

Singerunde am Lagerfeuer mit Eltern

Singerunde am Lagerfeuer mit Eltern

Elternnachmittag im Wimpinasaal

Am Sonntag, den 21.04.2013 führte der Pfadfinderstamm Wildenburg für die Eltern der Wölflinge und Pfadfinder einen Elternnachmittag durch.
Schon vor 15 Uhr waren die ersten Besucher da und der Saal füllte sich bald mehr und mehr.

Stammeschor des Stammes Wildenburg

Stammeschor des Stammes Wildenburg

Den Anfang machte der Stammeschor, der Volks- und Fahrtenlieder vortrug. Anschließend wurde die Entwicklung der Pfadfinderei in Deutschland in kleinen Spielszenen durch die Pfadfindersippen dargestellt, wozu Regina Gramlich einige Erläuterungen gab.

Auch die Luchse spielen Episoden aus der Pfadfindergeschichte vor...

Auch die Luchse spielen Episoden aus der Pfadfindergeschichte vor…

Nun kamen die  Gruppen an die Reihe: Jede Meute und jede Sippe hatte entweder kleine Theaterstückchen, Sketche oder Liedbeiträge vorbereitet, die dann den Eltern vorgespielt bzw. vorgesungen wurden. Trotz aller Aufregung vor dem ungewohnt großen Publikum hat das sehr gut geklappt und die Kinder freuten sich über den wohlverdienten Applaus.

Vorhang auf für das Theaterstückchen der Meute Waschbär!

Vorhang auf für das Theaterstückchen der Meute Waschbär!

Viele kleine Sängerinnen und Sänger der Meute Eichhörnchen

Viele kleine Sängerinnen und Sänger der Meute Eichhörnchen

Nach weiteren Liedern des Stammeschores war dann der offizielle Teil des Programms beendet und alle Anwesenden zu Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen eingeladen.
Viele Eltern nutzen die gute Gelegenheit, sich mit anderen Eltern und den Gruppenleitern auszutauschen.

Sie Sippe Leopard trägt ein Lied vor

Sie Sippe Leopard trägt ein Lied vor

Auch die kleine Ausstellung mit Bastelarbeiten, die die Wölflinge und Pfadfinder in der letzten Zeit angefertigt hatten, kam sehr gut an.

Eine Ausstellung zeigt Bastelarbeiten von Wölflingen und Pfadfindern

Eine Ausstellung zeigt Bastelarbeiten von Wölflingen und Pfadfindern

Schautafeln über die Geschichte und Grundlagen der Pfadfinderei, die Geschichte des Stammes Wildenburg und viele Bilder aus 50 Jahren Pfadfinderarbeit beim Stamm Wildenburg vermittelten viel Information und gaben Anlass zu vielen interessanten Gesprächen. Schnell war der Nachmittag vorbei und es galt für die Pfadfinder, den Saal aufzuräumen und das Geschirr zu spülen. Dank vieler fleißiger Hände unserer Sipplinge war das in kürzester Zeit geschehen – hierfür nochmal ein herzlicher Dank an die zahlreichen Helfer und Helferinnen! Den Eltern hat es – wie in vielen Gesprächen immer wieder geäußert wurde – sehr gut gefallen. Wir freuen uns daher schon auf das Schaulager nach den Sommerferien, wo wir unsere Pfadfinderarbeit dann nicht nur den Eltern, sondern auch der breiten Öffentlichkeit vorstellen werden.