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Sommerzeltlager 2013 bei Freudenstadt – Backofenbau und Geländespiele

Bereits letzte Woche berichteten wir von den Aktivitäten unserer Jüngsten auf dem Sommerzeltlager, das der Pfadfinderbund Süd bei Freudenstadt durchgeführt hat.

Das Sommerlager von oben

Das Sommerlager von oben

Die 11- bis 16-Jährigen wiederum beschäftigten sich mit dem Bau ganzer Seilbrücken oder bauten Backöfen in den Erdboden, die sie dann zum Brot- und Kuchenbacken benutzen konnten. Hier lernten sie, sich mit einfachen Hilfsmitteln, wie Steinen, Lehm und Konservendosen zu behelfen, wobei die Erfahrungsschätze der einzelnen Gruppen etwas variierten. Manche, die zum ersten Mal ihren Backofen bauten, setzten das Loch zum Anfeuern direkt unter die Ofenklappe, so daß der Rauch in den Ofen hineinzog und der Kuchen einen leicht rauchigen Beigeschmack erhielt. Andere hatten diese Erfahrung schon im Vorjahr gemacht und daher ihr Feuerloch an die Seite verlegt, so daß kein Rauch in ihren Ofen ziehen konnte. So lernten die Jugendlichen im Alltag des Lagerlebens, mit bislang unbekannten Problemen fertig zu werden und dabei aus ihren Fehlern zu lernen. So lehrte es schon der Gründer der Pfadfinder, Baden Powell: „Learning by trial and error! – Lernen durch Probieren und Fehlermachen!“

Der Lehmmantel wird angebracht

Der Lehmmantel wird angebracht

Was ist denn hier los?

Was ist denn hier los?

...ah, hier wird gebacken!

…ah, hier wird gebacken!

Ein Höhepunkt des Lagers war das große Geländespiel. Hier war es Ziel von vier großen Mannschaften, möglichst viele Tannenzapfen aus dem im Wald gelegenen Depot in ihren eigenen Seilkreis zu transportieren. Das Spielgebiet erstreckte sich dabei auf die Fläche von zwei Hektar Wald, so daß es viele Möglichkeiten gab, sich zu verstecken und auf die unterschiedlichen Lager anzuschleichen. Man durfte nämlich auch bei den gegnerischen Mannschaften „klauen“ gehen. Mit Vorliebe verkrochen sich die Jungen und Mädchen in den Strächern und kleinen Bäumen, um möglichst ungesehen an das gegnerische Depot heranzukommen. Wem allerdings sein Tuch, das im Gürtel steckte, herausgezogen wurde, der mußte in sein Depot zurücklaufen, um sich wieder frei zu machen. Und so gab es manche freundschaftliche Rangelei, an deren Ende es auch einen eindeutigen Sieger gab. Freude an dem Spiel hatten aber alle gehabt.

Die Rouladen werden vorbereitet.

Die Rouladen werden vorbereitet.

Mmmmh - was für ein Festessen!

Mmmmh – was für ein Festessen!

Darüber hinaus gab es über das Lager verteilt einige Wettstreite, in denen sich die verschiedenen Gruppen auf unterschiedlichen Gebieten messen konnten. Die Gruppen der Mädchen und Jungen im Alter von 11 bis 16 nahmen am traditio¬nellen Sippenwaldlauf teil, bei dem an mehreren Stationen auf einer etwa 10 km langen Strecke Aufgaben wie der Bau eines Morseapparates oder die Versorgung von Unfallopfern gefragt waren. Sieger wurden die Sippen Kimbern und Teutonen vom Stamm Goten.
Auch einen Kochwettbewerb gab es auf dem Zeltlager. Dazu besorgte ein Mitglied jeder Gruppe die Einkäufe mit einer vorgegebenen Geldsumme pro Person. Aus diesen Einkäufen wurden mit den bescheidenen auf dem Zeltlager zur Verfügung stehenden Mitteln (Gaskocher, selbst gebaute Backöfen oder das offene Feuer) mehrgängige Menüs fabriziert. So gab es beispielsweise selbst fabrizierte Fleischbrühe mit verschiedenen Klößchen, gefüllte Schweineröllchen mit Gnocchi und Salat. Und auch beim Dessert blieb zum Beispiel bei einer Heidelbeercreme nichts zu wünschen übrig. Gewonnen hat diesen Wettbewerb die Langensteinbacher Sippe Vandale vom Stamm Cherusker.
Abgeschlossen wurde das Zeltlager durch einen Singewettstreit, bei dem jede Gruppe drei Lieder vortrug, die sie zuvor intensiv geprobt hatten. Hier gewann die Sippe Skiren aus Gräfenhausen, die Sippen Kimbern und Sweben aus Malsch und Ettlingen erreichte Platz 2 – ebenfalls vom Stamm Cherusker.

So ging das 17 Tage lange Lager viel zu schnell seinem Ende entgegen, und so wurde am letzten Abend mit einem besonderen Essen Abschied gefeiert. Bis spät in die Nacht klangen die Lieder an den vielen Lagerfeuern – ein letztes Mal noch für dieses Jahr. Und so hieß es für manche „Bis nächstes Jahr!“, für andere hingegen „Bis bald bei unserem nächsten Treffen!“

SingerundeSommerlager

Sommerzeltlager 2013 bei Freudenstadt – Büffeltanz und Büffeljagd – Abenteuer als Indianer

In den Sommerjagdgründen

Auf Jagd gehen, Wettkämpfe bestehen und Abenteuer erleben, all das konnte ein Indianer, wenn er im Sommer sein Dorf verließ und in die Jagdgründe zog. Der ganze Stamm kam dort zusammen, stellte seine Tipis auf, und abends an den Lagerfeuern sah man die alten Freunde aus den letzten Jahren wieder. So erlebten es auch die Wölflinge des Pfadfinderbundes Süd auf dem diesjährigen Sommerlager, auf dem sie Indianer spielten.

Das Sommerlager von oben

Das Sommerlager von oben

Wir von der Meute Polarfuchs hatten nach zwei Wochen Sommerlager bereits viel erlebt. Gleich zu Beginn des Lagers hatten wir im Wald ein großes Tipi aus Ästen gebaut und hatten am großen Wettkampf der Indianer teilgenommen. Ja, wir mussten sogar auf Kriegspfad ziehen, denn die feindlichen Schwarzfußindianer waren in unser Jagdgebiet eingedrungen. Wir hatten ihr Versteck ausfindig gemacht und sie wieder aus unseren Jagdgründen vertrieben. Aber all das war nun bereits geschehen, und wir schauten mit Stolz auf unsere vollbrachten Taten. Allerdings fehlte für unseren Indianerstamm noch das Wichtigste: die Büffeljagd.

Die Meute vor ihrem Tipi

Die Meute vor ihrem Tipi

Die Pfeile werden nochmals überprüft

Die Pfeile werden nochmals überprüft

Immer wieder hatten wir seit der Ankunft in unseren Jagdgründen nach ihnen Ausschau gehalten. Einzelne Büffel waren gesichtet worden, doch eine ganze Herde hatte niemand entdeckt. Da kam endlich die Kunde von einer großen Herde. Schnell wie ein Präriebrand verbreitete sich diese Neuigkeit im ganzen Lager.

Der Büffeltanz

Noch am selben Abend lud der Medizinmann zum Büffeltanz, der die Geschichte der Büffeljagd nacherzhält. Nachdem die Zeremonie feierlich eröffnet wurde, teilten sich die Indianer in zwei Gruppen, die eine spielte „Büffel“, die andere die „Indianer“ auf der Jagd.

Der Medizinmann erzählt von der Büffeljagd

Der Medizinmann erzählt von der Büffeljagd

Ein Totem soll eine glückliche Jagd bringen

Ein Totem soll eine glückliche Jagd bringen

Der große Büffeltanz

Der große Büffeltanz

Wir von der Meute Polarfuchs gehörten beim Tanz zu der Gruppe der „Büffel“. Mit den Schlägen des Trommlers begann der Tanz. Wir zogen als „Büffel“ im Takt der Trommel zunächst friedlich und unbehelligt über die Prärie. Um uns herum bildete die Gruppe der „Indianer“ einen Kreis. Bald schon spähten die „Indianer“ nach uns Büffeln aus. Als sie uns entdeckt hatten, beschleunigte der Trommler den Rhythmus, und die „Indianer“ liefen immer schneller im Kreis um uns herum. Wir Büffel liefen ebenfalls schneller und versuchten die Flucht. Doch die Indianer hoben ihre Tomahawks und schlugen sie vor sich auf die Erde. Das war unser Zeichen: Wir waren erlegt! Wie wir es geübt hatten, fielen wir alle wie getroffen um. Den Indianern war die Jagd gelungen, und zum Zeichen ihres Sieges stimmten die Indianer ein gellendes Indianergeheul an. Nun war uns die Unterstützung Manitus bei der bevorstehenden Jagd sicher.


Die Büffeljagd

Gleich am nächsten Morgen sammelte sich unser ganzer Indianerstamm am Rand unseres Zeltlagers – „auf der großen Prärie“. Noch war nichts von den Büffeln zu sehen. Einige ältere Kinder verkleideten sich deshalb mit Tierfellen und schlichen vorsichtig in die Richtung, aus der die Büffel kommen sollten. Von uns Polarfüchsen war auch ein Späher entsendet worden. Er suchte genau den Horizont ab. Irgendwo in der Ferne mussten sie kommen. Und tatsächlich, noch weit entfernt sah er dunkle Haufen, groß wie Büsche, sich langsam über die Prärie bewegen. Das musste die Büffelherde sein. Er wagte sich näher heran, denn in seinem Wolfsfell konnte er nicht erkannt werden. Jetzt sah er sie deutlich und hatte Gewissheit. Schnell machte er die anderen Späher auf seine Entdeckung aufmerksam, und dann gaben sie gemeinsam dem restlichen Stamm Bescheid. Doch nun ergriffen die Büffel die Flucht. Schnell musste der Rest der Indianer nachkommen, und zusammen nahmen wir Indianer nun die Verfolgung auf. Es gelang uns, die Büffel einzuholen.

Drei Indianer schleichen  als Späher voraus

Drei Indianer schleichen als Späher voraus

...weitere Indianer folgen auf leisen Sohlen

…weitere Indianer folgen auf leisen Sohlen

Endlich - da kommen sie!

Endlich – da kommen sie!

Jetzt nahmen wir unsere Bögen von der Schulter und unsere Pfeile aus dem Köcher. Endlich war es soweit. Nach langem Suchen in unseren Jagdgründen bei immer knapper werdenden Vorräten hatten wir es geschafft: die Büffel waren direkt in Reichweite. Begeistert brachten wir uns alle in Schussposition, legten die Pfeile ein, spannten die Bogensehnen, zielten, und mit einem Surren ließen wir die Pfeile auf unser Ziel los. Schon war der erste Büffel getroffen und viele weitere Treffer folgten, bis der starke Büffel ganz erlegt war. Nur wenige Pfeile verfehlten ihr Ziel – nun zeigte sich die Übung von zwei Wochen Sommerlager.
Als alle Gruppen einen Büffel erlegt hatten, erscholl von allen Seiten einen großes Jagdgeheul. Die Gruppen zeigten sich gegenseitig ihre Beute. Jede war erfolgreich gewesen, und nun war der Vorrat für den Winter sichergestellt. Besonders freuten wir uns auf das große Abschlussfest, das wie immer am Ende unseres Lagers stattfinden würde und an dem es dann auch vom „Büffel“-Fleisch geben sollte.

Gut zielen - spannen - und Schuss!

Gut zielen – spannen – und Schuss!

...Treffer!

…Treffer!

Das ist genügend Fleisch für den Winter

Das ist genügend Fleisch für den Winter

Sommerlager 2013

sola2013

Sommerlager 2013 – heute geht es endlich los!

Heute geht es endlich los in unser Sommerlager. Wir freuen uns auf 17 Tage im Zelt bei Lagerfeuer, Gesang, Spielen und Abenteuer.

Während des Sommerlagers haben auch unsere Computer Urlaub (die bleiben Zuhause und erholen sich dort von uns). Deswegen bitten wir um Verständnis, daß wir in dieser Zeit keine Berichte auf unserer Homepage veröffentlichen und auch keine Emails oder Telefonanrufe beantworten können.

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