Eberbach

Pfingstlager der Pfadfindersippen

Das diesjährige Pfingstlager einiger Pfadfindersippen führte auf eine Zeltwiese im nahegelegenen Albtal. Dort bauten sie zusammen ihre Kohten – die traditionellen Pfadfinderzelte -, ihre Feuerstellen und Sitzgelegenheiten für ihren Essensplatz auf. Durch das fröhliche Arbeiten der Jungen und Mädchen entstand so in kurzer Zeit eine kleine Zeltstadt.

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Zu einem der Höhepunkte des Lagers traten die Gruppen in einem Organisationsspiel gegeneinander an. Viele verschiedene Aufgaben galt es dabei gemeinsam zu lösen, um die Zutaten für das für den Abend geplante Stockbrot zu erwerben.

Bei der ersten Aufgabe bauten die Pfadfinder eine Strickleiter. Auch eine Sonnenuhr sowie eine menschliche Pyramide waren verlangt. Viel Vergnügen gab es dann beim anschließenden Wassertransport, denn als Transportmittel standen ausgemusterte Dialysespritzen zur Verfügung, und so nutzte manch einer das Wasser nicht, um es zum Ziel zu bringen, sondern um die Gegner naßzuspritzen.

So saßen alle nach erfolgreichem Wettkampf gemeinsam um ihr Lagerfeuer, verzehrten ihr leckeres Stockbrot und sangen noch einige Lieder in den Abend hinein.

Auf schwankender Strickleiter.

Auf schwankender Strickleiter.

In fröhlicher Runde beim Stockbrot

In fröhlicher Runde beim Stockbrot

Schaulager zum Jubiläum 50 Jahre Stamm Wildenburg am 15.09.2013 in Walldürn

Am ersten Wochenende nach den diesjährigen Sommerferien war es so weit: Das Schaulager zum 50-jährigen Bestehen des Stammes Wildenburg sollte stattfinden.
Wochenlang hatten die Wildenburger fleißig alle Vorbereitungen getroffen, den Zeltaufbau geplant und die Versorgung der Gäste organisiert, Helfer mobilisiert…
Das einzige, was die Pfadfinder nicht organisieren konnten, war das Wetter. Trotz aller Bestellungen fiel der „Himmlische Beistand“ ziemlich naßkalt aus, was an der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat. Bereits am Samstag hatten sich die Pfadfinder getroffen, um Zelte, einen Fahnenmast und auch ein Lagertor aufzubauen. Auch eine Feuerstelle, Lagereinrichtungen und einige Spielstationen durften nicht fehlen…

Aufbau des Lagertores

Aufbau des Lagertores

Die für Pfadfinder typische "Kohte"

Die für Pfadfinder typische “Kohte”

Viele fleißige Helfer beim Vesper

Viele fleißige Helfer beim Vesper

Für den Sonntag hatten die Wildenburger zum offiziellen Empfang geladen. Für die Stadt Buchen war der 1. Beigeordnete Dr. Hauk gekommen, für die Stadt Walldürn Bürgermeister Günther sowie einige Gemeinderäte aus Buchen und Walldürn und weitere geladene Gäste.  Auch viele Eltern der Pfadfinder und Wölflinge waren selbstverständlich dabei.
Nach der Begrüßung durch Stammführerin Regina Gramlich gab diese einen Überblick über die Geschichte der Pfadfinderei in Deutschland im Allgemeinen und über die Geschichte des Stammes Wildenburg im Besonderen. Thomas Frey als zweiter Vorsitzender des Pfadfinderbundes Süd überbrachte die Grüße des Dachverbandes und ging in seiner Ansprache insbesondere auf den präventiven Aspekt der pfadfinderischen Jugendarbeit des PBS ein.
Auch Bürgermeister Günther hob in seinem Grußwort die Bedeutung der Vermittlung von Werten wie Naturverbundenheit, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe im Sinne des Gründers der Pfadfinderbewegung, Lord Baden-Powell hervor, bevor er Stammesführerin Regina Gramlich ein Geschenk der Stadt Walldürn überreichte.

Grußworte von Herrn Bürgermeister Günther

Grußworte von Herrn Bürgermeister Günther

Der Beigeordnete Dr. Hauck aus Buchen überbrachte Grüße und Glückwünsche der Stadt Buchen und übergab ebenfalls  ein Jubiläumsgeschenk.
Andreas Hammer, zukünftiger „Nachbar“ der Walldürner Pfadfinder in seiner Eigenschaft als Heimleiter des neuen Wohn- und Pflegeheimes der Johannes-Diakonie ergriff spontan das Wort und freute sich auf gegenseitige Bereicherung und viele gemeinsame Aktionen mit den Pfadfindern.
Michael Schmitt vom befreundeten Stamm Goten aus Eberbach überbrachte ein Geschenk der dortigen Stammesältesten und wünschte dem Stamm Wildenburg alles Gute.
Ein Blumenpräsent von den Pfadfindern und Wölflingen an Stammesführerin Regina Gramlich war eine unerwartete und freudige Überraschung.
Anschließend beim Sektempfang und einem Rundgang durch das Pfadfinderheim und das Schaulager gab es noch viel Möglichkeit zur Information und zum Gedankenaustausch für Gäste und Pfadfinder. Und alle hatten die Gelegenheit, einen Lagerplatz „mit allen Sinnen“ zu erleben…

Blick ins Schaulager

Blick ins Schaulager

Übersicht über durchgeführte Bastelarbeiten

Übersicht über durchgeführte Bastelarbeiten

Zum Abschluß des Jubiläumstages gab es dann noch eine Singerunde am Lagerfeuer, zu dem auch Eltern und Gäste gerne willkommen und eingeladen waren. Hier hatte der „Wettergott“ dann wenigstens ein Einsehen und schloß die himmlischen Schleusen, so dass dieser besondere Tag für den Stamm Wildenburg einen schönen Ausklang fand.

Singerunde am Lagerfeuer mit Eltern

Singerunde am Lagerfeuer mit Eltern

Sommerzeltlager 2013 bei Freudenstadt – Backofenbau und Geländespiele

Bereits letzte Woche berichteten wir von den Aktivitäten unserer Jüngsten auf dem Sommerzeltlager, das der Pfadfinderbund Süd bei Freudenstadt durchgeführt hat.

Das Sommerlager von oben

Das Sommerlager von oben

Die 11- bis 16-Jährigen wiederum beschäftigten sich mit dem Bau ganzer Seilbrücken oder bauten Backöfen in den Erdboden, die sie dann zum Brot- und Kuchenbacken benutzen konnten. Hier lernten sie, sich mit einfachen Hilfsmitteln, wie Steinen, Lehm und Konservendosen zu behelfen, wobei die Erfahrungsschätze der einzelnen Gruppen etwas variierten. Manche, die zum ersten Mal ihren Backofen bauten, setzten das Loch zum Anfeuern direkt unter die Ofenklappe, so daß der Rauch in den Ofen hineinzog und der Kuchen einen leicht rauchigen Beigeschmack erhielt. Andere hatten diese Erfahrung schon im Vorjahr gemacht und daher ihr Feuerloch an die Seite verlegt, so daß kein Rauch in ihren Ofen ziehen konnte. So lernten die Jugendlichen im Alltag des Lagerlebens, mit bislang unbekannten Problemen fertig zu werden und dabei aus ihren Fehlern zu lernen. So lehrte es schon der Gründer der Pfadfinder, Baden Powell: „Learning by trial and error! – Lernen durch Probieren und Fehlermachen!“

Der Lehmmantel wird angebracht

Der Lehmmantel wird angebracht

Was ist denn hier los?

Was ist denn hier los?

...ah, hier wird gebacken!

…ah, hier wird gebacken!

Ein Höhepunkt des Lagers war das große Geländespiel. Hier war es Ziel von vier großen Mannschaften, möglichst viele Tannenzapfen aus dem im Wald gelegenen Depot in ihren eigenen Seilkreis zu transportieren. Das Spielgebiet erstreckte sich dabei auf die Fläche von zwei Hektar Wald, so daß es viele Möglichkeiten gab, sich zu verstecken und auf die unterschiedlichen Lager anzuschleichen. Man durfte nämlich auch bei den gegnerischen Mannschaften „klauen“ gehen. Mit Vorliebe verkrochen sich die Jungen und Mädchen in den Strächern und kleinen Bäumen, um möglichst ungesehen an das gegnerische Depot heranzukommen. Wem allerdings sein Tuch, das im Gürtel steckte, herausgezogen wurde, der mußte in sein Depot zurücklaufen, um sich wieder frei zu machen. Und so gab es manche freundschaftliche Rangelei, an deren Ende es auch einen eindeutigen Sieger gab. Freude an dem Spiel hatten aber alle gehabt.

Die Rouladen werden vorbereitet.

Die Rouladen werden vorbereitet.

Mmmmh - was für ein Festessen!

Mmmmh – was für ein Festessen!

Darüber hinaus gab es über das Lager verteilt einige Wettstreite, in denen sich die verschiedenen Gruppen auf unterschiedlichen Gebieten messen konnten. Die Gruppen der Mädchen und Jungen im Alter von 11 bis 16 nahmen am traditio¬nellen Sippenwaldlauf teil, bei dem an mehreren Stationen auf einer etwa 10 km langen Strecke Aufgaben wie der Bau eines Morseapparates oder die Versorgung von Unfallopfern gefragt waren. Sieger wurden die Sippen Kimbern und Teutonen vom Stamm Goten.
Auch einen Kochwettbewerb gab es auf dem Zeltlager. Dazu besorgte ein Mitglied jeder Gruppe die Einkäufe mit einer vorgegebenen Geldsumme pro Person. Aus diesen Einkäufen wurden mit den bescheidenen auf dem Zeltlager zur Verfügung stehenden Mitteln (Gaskocher, selbst gebaute Backöfen oder das offene Feuer) mehrgängige Menüs fabriziert. So gab es beispielsweise selbst fabrizierte Fleischbrühe mit verschiedenen Klößchen, gefüllte Schweineröllchen mit Gnocchi und Salat. Und auch beim Dessert blieb zum Beispiel bei einer Heidelbeercreme nichts zu wünschen übrig. Gewonnen hat diesen Wettbewerb die Langensteinbacher Sippe Vandale vom Stamm Cherusker.
Abgeschlossen wurde das Zeltlager durch einen Singewettstreit, bei dem jede Gruppe drei Lieder vortrug, die sie zuvor intensiv geprobt hatten. Hier gewann die Sippe Skiren aus Gräfenhausen, die Sippen Kimbern und Sweben aus Malsch und Ettlingen erreichte Platz 2 – ebenfalls vom Stamm Cherusker.

So ging das 17 Tage lange Lager viel zu schnell seinem Ende entgegen, und so wurde am letzten Abend mit einem besonderen Essen Abschied gefeiert. Bis spät in die Nacht klangen die Lieder an den vielen Lagerfeuern – ein letztes Mal noch für dieses Jahr. Und so hieß es für manche „Bis nächstes Jahr!“, für andere hingegen „Bis bald bei unserem nächsten Treffen!“

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