Fahrt & Haik

Osterausflug zum Römerkastell Saalburg

Am Ostermontag besuchte eine größere Gruppe der älteren Pfadfinder das Römerkastell Saalburg bei Bad Homburg – ein vor über 100 Jahren wiederhergestelltes Kastell. Für die in Sachen „Römer“ recht bewanderten Pfadfinder war dies ein besonders anschauliches Beispiel römischer Baukunst. Die über 1000 Meter Steinmauer umgrenzen die zahlreichen Steinbauten in denen vor knapp 2000 Jahren römische Soldaten lebten, um die Grenze nach Germanien zu bewachen.
Auch Reste des Limes waren ganz in der Nähe zu sehen. „Und das nur mit Spaten und Schaufeln…“ staunten die Pfadfinder über den viele Kilometer langen Erdwall, der damals noch mit Palisaden besetzt war.

Am Eingang der Saalburg begrüßt uns der Kaiser höchstpersönlich - nett von ihm!

Am Eingang der Saalburg begrüßt uns der Kaiser höchstpersönlich – nett von ihm!

Zahlreiche Ausstellungsstücke in verschiedenen Gebäuden

Zahlreiche Ausstellungsstücke in verschiedenen Gebäuden

Nachbauten römischer Belagerungswaffen

Nachbauten römischer Belagerungswaffen

Eines der gut befestigten Tore.

Eines der gut befestigten Tore.

Besuch im Römermuseum Stettfeld

In den Ettlinger Gruppen „Normannen“ und „Langobarden“ war das Thema der letzten Wochen „Das alte Rom“ gewesen, wobei sie viel über das Leben und die 1000-jährige Geschichte der Römer erfahren hatten.

Wir dürfen die Ausrüstung eines römischen Legionärs anprobieren

Wir dürfen die Ausrüstung eines römischen Legionärs anprobieren

So eine Tunika steht uns auch ganz gut

So eine Tunika steht uns auch ganz gut

Ein römisches Spiel: Walnüsse müssen in der Tonschale landen.

Ein römisches Spiel: Walnüsse müssen in der Tonschale landen.

Als krönender Abschluß stand der Besuch des Römermuseums in Stettfeld (bei Bruchsal) auf dem Programm. Hier erfuhren die Jungen und Mädchen in einer ausnehmend gut gemachten Führung viele weitere Details, die sehr anschaulich dargestellt waren. Z. B. durfte jeder einen originalgetreuen Helm, Schild und ein Schwert eines römischen Legionärs anziehen bzw. tragen. „Oh, die mußten aber schwer schleppen!“ stellten die begeisterten Jugendlichen fest.
Keine Frage der Kinder blieb unbeantwortet, und bei vielen dürfte das Interesse an Geschichte ein Stück größer geworden sein.

Ausflug in die historische Stadt Nürnberg

Während der Sommerferien machten unsere Gruppenleiter einen Ausflug nach Nürnberg. Auf dem Programm standen das Germanische Nationalmuseum, das größte kulturhistorische Museum unseres Sprachraums, sowie die Besichtigung der malerischen Stadt selbst.

Spazieren durch die historische Altstadt

Spazieren durch die historische Altstadt

Im Nationalmuseum bestaunten die Pfadfinder die Kunstschätze, Alltagsgegenstände und alle nur erdenklichen „Zeugen“ vergangener Zeiten und fremder Kulturen. Diese brachten in ihrer Vielfalt die Geschichte näher und ließen die scheinbar so fernen Epochen in greifbare Nähe rücken.

Durch die umfangreiche Ausstellung fand jeder Bereiche, die er länger anschauen wollte. So standen manche vertieft vor den Vitrinen mit Ritterrüstungen und Schwertern, andere sahen sich die Kleider der verschiedenen Epochen an. Nicht selten hörte man vor den schönen alten Puppenstuben und kleinen Figurentheatern Ausrufe wie: „Ah, damit haben die Kinder früher gespielt!“ Wieder andere durchwanderten hölzerne Wohnstuben und Küchen, wie sie in früheren Land- und Gutshäusern zu finden waren.
„Hast du die alte Komode dort drüben gesehen, mit den wundervollen Intarsien und Holzschnitzereien? Wie kunstfertig die Menschen trotz der einfachen Mittel waren, die ihnen zur Verfügung standen.“ Die Zeit im Museum verging wie im Flug, und ein überraschter Blick auf die Uhr ließ die Pfadfinder schnell zu den restlichen Bereichen eilen.

Durch enge Gassen entlang alter Gemäuer

Durch enge Gassen entlang alter Gemäuer

Auch die Stadt Nürnberg war wundervoll anzuschauen: Die vielen Fachwerkhäuser, die der Stadt zu ihrem schönen Bild verhelfen, unter anderem das Dürerhaus, die verschiedenen Kirchen und Brunnen, die gepflasterten Marktplätze und Gassen und besonders die Stadtmauer, die noch zu großen Teilen erhalten ist mit dem vorgelagerten Graben. „Stell dir nur vor, wie schwierig es für Belagerer gewesen sein muss, diese Stadt zu nehmen!“ Krönender Abschluß nach dem Besuch der Altstadt war der Blick von der Burg über die Stadt mit ihren mittelalterlichen Bauwerken bis weit ins Frankenland.

Viel Interessantes hatten die Pfadfinder gesehen und berichteten den Daheimgebliebenen davon lebhaft. Bei ihnen ist das Mittelalter nun nicht mehr nur trockene Theorie, sondern lebt durch viele Eindrücke weiter.